Deutschordensburg Schloss Horneck

Hoch über den Ufern des Neckars liegt Schloss Horneck mit Blick auf die Altstadt von Gundelsheim.

Schloss- und Museumsgeschichte

Burg Horneck, oberhalb von Gundelsheim am Neckar, geht um 1255 als Schenkung des Freiherrn Konrad von Horneck an den Deutschen Orden über. 1438 wird Horneck Residenz des Deutschmeisters, des ranghöchsten Vertreters des Ordens im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Die Burg wird jedoch 1525 im Zuge des Bauernkriegs niedergebrannt. Den Sitz des Deutschmeisters verlegt man nach Mergentheim, in Gundelsheim verbleibt nur noch die Komturei (Verwaltung) des Ordens.

Als Renaissance-Schloss bis 1533 wieder aufgebaut, erfährt Schloss Horneck Mitte des 18. Jahrhundert eine barocke Umgestaltung. Bei der Säkularisierung im 19. Jahrhundert fallen alle Ordensbesitzungen dem Königreich Württemberg zu. Die weitere Nutzung des Schloss-Komplexes ist vielfältig: Kaserne, Sanatorium, Lazarett, Lungenheilstätte. 1960 wird das Schloss zum Heimathaus Siebenbürgen, in dem ein Altersheim und siebenbürgische Kultureinrichtungen ihren Platz finden.

1968 wird das Museum der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Als wichtigster Förderer räumt der Bund diesem 1991 den Status eines Landesmuseums für Siebenbürgen ein. In der Folge wird das Siebenbürgische Museum offiziell zum zentralen Ort der Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des materiellen siebenbürgischen Kulturguts in Deutschland. Nach einer Neukonzeption 1996/97 folgen im Laufe der Jahre weitere Aktualisierungen einzelner Museumsbereiche. 2007 werden im Obergeschoss neue Sonderausstellungsräume erschlossen. 2015 wird der Altersheimbetrieb im Schloss Horneck eingestellt und das gesamte historische Gebäude zum Siebenbürgischen Kulturzentrum umgewandelt.

Das Siebenbürgische Museum Gundelsheim

Im Landesmuseum für Siebenbürgen entdecken Besucher viel Spannendes und Interessantes über die Region Siebenbürgen, das sagenumwobenen Transsilvanien, im heutigen Rumänien. Dabei wird schnell deutlich, dass das Land weit mehr zu bieten hat, als die erfundene Geschichte um den Grafen Dracula.

Mit mehr als 19.000 Objekten beherbergt das Siebenbürgische Museum die bedeutendste Sammlung zur Kunst- und Kulturgeschichte Siebenbürgens außerhalb Rumäniens. Eine Auswahl des umfangreichen Bestands ist in der Dauerausstellung im Erdgeschoss zu besichtigen. Darin erschließen sieben Themenbereiche exemplarisch die wechselvolle Geschichte und die facettenreiche Kultur der deutschsprachigen Siebenbürger Sachsen in ihrem multiethnischen und multireligiösen Umfeld vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Im Obergeschoss des Museums finden mehrmals im Jahr Sonderausstellungen statt. Hier befinden sich außerdem ein Grafikkabinett sowie ein Schaudepot zu siebenbürgischen Textilien, Keramiken und zur bedeutenden Gold- und Silberschmiedekunst des Landes.

Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen entnehmen Sie bitte der Webseite des Siebenbürgischen Museums.

Lage
Kontakt & Info
Siebenbürgisches Museum Gundelsheim
Schloss Horneck 1
74831 Gundelsheim
Telefon: +49 6269 4275619
E-Mail: info@schlosshorneck.de
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