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Kulturwanderweg Jagst | Abschnitt Bad Friedrichshall und Jagsthausen

Der Kulturwanderweg Jagst verbindet Naturerlebnis und Kulturgeschichte auf drei abwechslungsreichen Etappen. Von der Jagstmündung in Bad Friedrichshall-Jagstfeld führt der Weg jagstaufwärts durch das „ritterliche Jagsttal“ bis nach Jagsthausen.

Die Entdeckertour beginnt im Besuchersalzbergwerk von Bad Friedrichshall. Dort geht es tief unter die Erde, bevor du der Jagst durch die Landschaft folgst. Zwischen Fluss, Wiesen und historischen Orten wird Wandern zum Kulturereignis. Der Weg hat kein einzelnes Highlight. Er ist das Highlight – wenn du dir Zeit für Entdeckungen am Wegesrand lässt.

Auf den Spuren von Sankt Gangolf

Zwischen Neudenau und Möckmühl wartet mit Sankt Gangolf ein Jahrtausende alter Kultplatz. Der „Pferdeflüsterer-Platz“ ist heute ein bedeutender Wallfahrtsort und erzählt von einer Zeit, in der Glaube, Natur und Alltag verbunden waren. Ob du es glaubst oder nicht: Auf diesem Weg liegt Geschichte nicht nur im Museum, sondern direkt unter deinen Wanderschuhen.

Wo Grenzen Geschichten schreiben

Auf der Etappe zwischen Möckmühl und Jagsthausen wird die Vergangenheit besonders spürbar. Hier verlief einst die Grenze zwischen Rom und Germanien, später trafen Baden und Württemberg aufeinander. Krieger, Künstler und große Schauspieler haben ihre Spuren hinterlassen. In Jagsthausen rückt schließlich die Götzenburg ins Blickfeld – eine historische Bühne, auf der Geschichte bis heute weitergespielt wird.

Drei Etappen, ein entschleunigter Weg

Die Etappen sind zwischen 13 und 14 Kilometern lang und damit gut als Tagestouren zu erwandern. Noch besser: Du lässt den Zeitplan nicht zum Hauptdarsteller werden. Schalte einen Gang zurück, genieße das Jagsttal und gönne dir unterwegs eine Einkehr. Denn die wahren Schönheiten dieses Weges zeigen sich oft dort, wo man nicht gerade auf die Uhr schaut.

Etappenübersicht

Etappe 1: Bad Friedrichshall-Jagstfeld bis Neudenau, 13 km; Rückfahrt ab Bahnhof Neudenau
Etappe 2: Neudenau bis Möckmühl, 14 km; Rückfahrt ab Bahnhof Möckmühl; Einkehrmöglichkeiten in der historischen Altstadt
Etappe 3: Möckmühl bis Jagsthausen, 14 km; Rückfahrt per Regionalbus zum Bahnhof Möckmühl; Einkehrmöglichkeiten in Jagsthausen

39,19 km
687 m
614 m

Besonderheiten der Tour

Einkehrmöglichkeit
öffentliche Verkehrsmittel

KulturTipp - Freilichtbühnen-Hopping

Kulisse der Jagsttalbühne Möckmühl ist in den Sommermonaten die Stadtmauer am Ruchsener Tor. Nach einem Bummel durch die historische Altstadt kann sich ein netter Kulturabend unter freiem Himmel anschließen. 

In Jagsthausen ist die Götzenburg charmante Kulisse für die Burgfestspiele Jagsthausen. Das umfangreiche Programm der Spielzeit reicht von Drama über Musical bis zur Komödie. Vor dem Besuch lädt vìs a vìs der Burg der Biergarten vom Roten Schloß zum kulinarischen Start in den Abend ein. 

 

PausenTipp - Segway-Tour

Mit dem Segway erhaben durch das Jagsttal gleiten - ab Möckmühl, Jagsthausen und Schöntal sind geführte Segway-Touren durch das Jagsttal möglich. Leicht erhöht gleitet man so durch die Landschaft im Talgrund und nimmt diese wunderbare Naturlandschaft nochmal ganz anders wahr. Ein ortkundiger Guide lenkt den Blick auch auf die weniger "offensichtlichen" kulturellen Kleinode.

Wegmarkierung

Kulturwanderweg Jagst

Hauptwegweiser Wanderwege

Zwischenwegweiser Wandern